Shedim-Ballett

Lukas Sünder

Im Rahmen der Luminale 2020 wird die Glasfassade des Ignatz Bubis-Gemeindezentrums mit einem Projekt von Lukas Sünder bespielt. Inhaltlich wird auf die jüdischen Märchen, aber auch auf die Zugehörigkeit des Gebäudes zur Identität Frankfurts, als ein seiner Umgebung zugehöriges, gleichberechtigtes und nicht verstecktes Gebäude, hingewiesen.

Die Installation zeigt eine düster-bunte, undefinierbare Umgebung, in der menschenähnliche Kreaturen, die Shedim – Geister aus Feuer und Wind geschaffen –, sichtbar werden. Sie sind Protagonist*innen jüdischer Märchen, Folklore und Mythologien. Sowohl gutartig als auch bösartig – in einem unvollkommenen Zustand zwischen Geistern und Engeln – bewegen sie sich gemeinsam zu hypnotischen Reigen. Ihre Erscheinung ist schattenartig, diffus und transparent.  Die fantastischen Geschichten der Wesen können sich Besucher*innen über Kopfhörer (oder auf einer Webseite) vortragen lassen und von unbekannten Sagen und Traditionen, die seit jeher auch in Frankfurt eine Rolle spielen und überliefert wurden, erfahren. Die Faszination für phantastische Geschichten und Motive schafft einen narrativen Zugang zur jüdischen Community in Frankfurt.

 

Lukas Sünder

Lukas Sünder (*1989) studierte von 2010 bis 2016 visuelle Kommunikation an der HfG Offenbach. Seit 2017 studiert er an der FH Frankfurt Performative Künste in sozialen Feldern und arbeitet sowohl als freier Künstler, als auch als Mentor der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Im Zentrum seiner Arbeit steht der Mensch, den er im (halb-) öffentlichen Raum häufig mit religiös-sozialen Fragen konfrontiert. Er lebt und arbeitet in Offenbach.


Shedim-Ballett

Lichtkunst Outdoor

  • 12. / 14. / 15.03.20, 19:30–22:30 Uhr
  • Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main / Ignatz Bubis-Gemeindezentrum, Savignystraße 66, 60325 Frankfurt am Main

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