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Ulrich Wagner

Jahrelang war die 800 Jahre alte, denkmalgeschützte Leonhardskirche wegen Restaurierung geschlossen. Seit kurzem ist das kunstgeschichtliche Kleinod am Main wieder zugänglich. Archäologische Funde, die während der Restaurierungsarbeiten im aufgeschütteten Kirchenboden entdeckt wurden, konnten bis Anfang März in einer Ausstellung im Dommuseum bewundert werden.

Für die Luminale greift der Kölner Künstler Ulrich Wagner den Gedanken des Freilegens und Schichtens in einer ruhigen, minimalistischen Arbeit auf. Für die Leonhardskirche entwickelte er eine ca 6 x 3 m große Bildtafel aus pigmentiertem Papierpulp, die von der Empore abgehängt und mit Schwarzlicht beleuchtet ist. Sie zeigt - in reliefartigen Schichtungen - den Grundriss der Kirche, der mit anderen architektonischen Strukturen über- und unterlagert wird. Diese nehmen allesamt Bezug auf die Geschichte und urbanen Strukturen Frankfurts, und verweben so die Kirche eng mit der Stadthistorie.

Wagner kombiniert in seiner Arbeit übliche und fluoreszierende Tagleuchtpigmente, so dass je nach Lichtsituation starke Unterschiede in der Wirkung der Arbeit entstehen und unterschiedliche Schichten in den Vordergrund treten.

Ulrich Wagner

Ulrich Wagners Œuvre umfaßt eine große Bandbreite - von Papierarbeiten und Künstlerbüchern bis hin zu raumfüllenden Lichtinstallationen, in die der Betrachter vollständig eintaucht. Stets bildet die Auseinandersetzung mit räumlichen Strukturen den Ausgangspunkt. Wagner war Meisterschüler von Eduardo Paolozzi und entwickelte aus architektonischen Formen, Grundriß- und Rasterplänen seine typische künstlerische Handschrift, in der er die Raumzeichen zu komplexen Gefügen schichtet.


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Lichtkunst Indoor

  • 12.–15.03.20, 19:30 – 23:00 Uhr
  • Kirche St. Leonhard, Am Leonhardstor 25, 60311 Frankfurt am Main

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