KÜNSTLER*innen IM GESPRÄCH

Robert Seidel (Obsidian)

Marija Avramovic und Sam Twidale (Sunshoer/Sunbeam)

Meisterklasse Michael Riedel (Turned Off)

Philipp Geist (Ariadnes Nacht)

Cornelia Groß, Jutta Hilscher, Ilona Metscher, Matthias Portis, Annette Scholz (Mission Romantica)

Viele Teilnehmer*innen der Luminale haben sich dem Themenschwerpunkt „Digital Romantic“ gewidmet und für die diesjährige Edition der Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung orts- und themenbezogene Beiträge entwickelt. In ihren Arbeiten zeigen sie, dass Lichtkunst nicht nur Oberflächen verändern kann, sondern ihre Wirkkraft auch subkutan entfaltet – indem sie andere Orte schafft und neue Bedeutungsebenen aufzeigt, Perspektiven eröffnet und Sinnschichten offenlegt, die vorher verborgen waren. Sie fordern uns auf zu erkunden, ob Licht auch Orte jenseits der realen Welt schaffen kann, die wir gerade als unübersichtlich, fordernd und nicht selten überfordernd empfinden. Fünf Künstler stellen ihre Arbeiten vor.

Zur Übersicht aller Veranstaltungen des Thementags am 14.03.20: Digital Romantik

Robert Seidel (Obsidian)

Robert Seidel (Obsidian) hat für das derzeit entstehende Deutsche Romantik-Museum eine großformatige Fassadenprojektion geschaffen. Inspiriert von den umfassenden Archiven des Freien Deutschen Hochstifts, dem Träger des Museums, und deren in den vergangenen hundert Jahren zusammengetragene Handschriften, Entwürfen, Erstauflagen, Drucken und Zeichnungen wird in „Obsidian“ der schweifende Blick des Künstlers als Entdecker und Schöpfer eingefangen, der aus einer überbordenden Fülle von Quellen etwas Ungesehenes erschafft.

Marija Avramovic und Sam Twidale (Sunshoer/Sunbeam)

Eine Filmikone wird ins Zeitalter von Gaming und Augmented Reality überführt. In seiner Arbeit bezieht sich das Künstlerduo auf eine Episode aus dem Film „Träume“ des japanischen Kultregisseurs Akira Kurosawa, in der ein Junge im Wald eine Fuchshochzeit beobachtet. Der Glaube, dass die Natur beseelt sei, ist ein zutiefst romantisches Phänomen.

Meisterklasse Michael Riedel (Turned Off)

Während der Luminale 2020 wird die Kirche St. Antonius zum Ort der Kunst gemacht. Die Arbeiten werden in den sonst wenig genutzten oder gar unzugänglichen Nebenräumen der Kirche gezeigt, abgesehen von einer Performance, welche im Kirchenschiff stattfindet. Die Ausstellung rückt explizit „Unorte“ ins Licht, der Rest der Kirche bleibt im Dunkeln. Angekündigt wird diese Transformation durch die titelgebende Leuchtschrift "Turned Off“. Paradoxerweise lässt sich Dunkelheit ohne Licht nur schwer darstellen. Das gilt selbst für Malewitschs schwarzes Quadrat, bei dem die schwarze Fläche auch von einem dicken weißen Rand kontrastiert wird.

Philipp Geist (Ariadnes Nacht)

Philipp Geist gestaltet zwischen Bethmannschem Pavillon (heute Le Panther, ehem. Odeon) und Bethmannweiher einen bezaubernden Ort der Romantik, der das Kleinod des Klassizismus, das einst eine Frankfurter Sehenswürdigkeit ersten Ranges war, neu in den Blick der Öffentlichkeit rückt.

Cornelia Groß, Jutta Hilscher, Ilona Metscher, Matthias Portis, Annette Scholz (Mission Romantica)

Der Klimawandel hat die Erde unbewohnbar gemacht. Die Besatzung des Raumschiffs „OFS Bettina“ hat sich den Planeten „Romantica“ als neue Heimat ausgesucht. Das Atelierhaus B71 in Offenbach sucht Mitreisende, denn die Reise wird 35 Jahre dauern. Wen würde man auf diese Reise mitnehmen?


KÜNSTLER*innen IM GESPRÄCH

Vortrag

  • 14.03.20, 12–14 Uhr
  • Instituto Cervantes – Festivalzentrum, Staufenstraße 1, 60323 Frankfurt am Main

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