FFF – Partitur für vier Leuchtstoffröhren

Marek Slipek

Ein Denkmal wird enthüllt, das zwei Jünglinge nackt telefonierend miteinander zeigt – solch ein zur Schau tragen von Nacktheit konnte vor genau 100 Jahren noch einen handfesten Skandal auslösen.

Geehrt wird hier der deutsche Erfinder des Telefons und des Piezomikrofons Philipp Reis. Die Licht- und Klanginstallation FFF von Marek Slipek leuchtet und konturiert die beiden Jünglinge wie ein Blitzlichtgewitter für kurze Augenblicke aus und verweist auf den damaligen Eklat. Begleitet wird das Aufblitzen von Klickschaltgeräuschen der vier Leuchtstoffröhren, die akustisch einen zufälligen Rhythmus bilden und gleichzeitig an das Klicken von Fotoapparaten erinnern. Jede Leuchtstoffröhre hat einen eigenen Willen und schaltet sichtbar und hörbar Licht in variierenden Zeitabständen ein und aus. So erzeugt jede Leuchtstoffröhre ihren eigenen Rhythmus – zusammen interagieren sie und bilden eine Partitur.

Obwohl jede Leuchtstoffröhre auf Zufallsvorgängen basierend handelt, kann unser Gehirn nicht anders als in der pulsierenden Installation nach Mustern zu suchen – so entsteht für die Betrachter*innen ein jeweils individuelles Gesamtbild.

Marek Slipek

Marek Slipek ist Gestalter, Digital Artist und elektronischer Musiker. Er arbeitet hauptsächlich im Feld generativer Gestaltung und Visuals. Seine Arbeiten wurden mit renommierten Designpreisen wie dem Type Directors Club New York oder dem Red Dot Award ausgezeichnet und sind auf Medienkunstfestivals wie B-Seite oder STFU, auf Fulldome-Festivals in Jena, Kassel oder Brüssel, in Clubs wie Vangarde oder Disco Zwei zu hören und zu sehen. Als Noise-Musiker agiert er als Cernlab und High Memory Area.


FFF – Partitur für vier Leuchtstoffröhren

Lichtkunst Outdoor

  • 12.–15.03.20, 19–23 Uhr
  • Philipp-Reiss-Denkmal, Eschenheimer Anlage, 60318 Frankfurt am Main

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